Ich trag' meine Vergangenheit mit mir rum wie Dreck, unter den Nägeln und mein Tagebuch widert mich an. Ich zerreiß' alle Seiten und versuch' zu vergessen, dass ich dich nicht vergessen kann. Meine Gedanken häng' wie Trauerweiden in der Luft und die Schwalben fliegen wieder tief. Dann seh' ich deine Silhouette am Horizont, da war das Monster, das so lange schlief. Du tauchst in mein Leben und ich spür', wie es sticht, wie all' meine Hoffnungen an den Worten zerbricht. Du tauchst in mein Leben, schürst auf's Neue die Glut und meine älteste Narbe spuckt wieder Blut. Es tut wieder weh. Es tut wieder weh. Ich will raus hier, doch ich weiß nicht wie. Es tut wieder weh. Es tut wieder weh. Und mein Stolz geht vor dir auf die Knie. Es tut wieder weh. Noch mit den Füßen im Feuer würd' ich schwörn' es ging mir nie besser, doch die Lüge ist kein Triumph. Ich verteidige mein Wort schon seit Jahren bis auf's Messer. Doch das Messer wird mir langsam stumpf.
Du tauchst in mein Leben und ich spür', wie es sticht, wie all' meine Hoffnungen an den Worten zerbricht. Du tauchst in mein Leben, schürst auf's Neue die Glut und meine älteste Narbe spuckt wieder Blut.
Es tut wieder weh. Dieses Verlangen, das ich nicht ertrag'. Es tut wieder weh. Es tut wieder weh. Und ich fühl' mich, wie am ersten Tag. Es tut wieder weh.
Du tauchst in mein Leben und mein Leben wird kalt. Und deine Versprechen werden müde und alt. Du tauchst in mein Leben und ich spür', wie es sticht, denn du siehst mich nicht. Oh, du siehst mich nicht.
[Jennifer Rostock - Es tut wieder weh; Live seen: 3. Juli 2010]
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